Einsatzbericht OSCAR

von 8. Mai 2016Tiersucheinsatz

Oscar, ein 11 Monate alter Entlebucher Sennenhund, hatte sich am Vortag während eines Gassiganges im Mörfelder Wald vor zwei auffliegenden Vögeln erschreckt und war mit Schleppleine am Halsband entlaufen. Kurze Zeit später wurde er im angrenzenden Wohngebiet gesehen, ließ sich aber nicht festhalten. Die Tochter der Familie meldete sich einige Stunden später bei uns. Sie legte eine Geruchsschleppe vom Entlaufpunkt und vom Sichtungspunkt zu ihrem Auto, wo sie die komplette Nacht verbrachte! Es waren bereits Flyer bestellt worden,  sämtliche Anwohner und Gassigänger wurden von ihr informiert.

Aufgrund der Schleppleine am Halsband entschieden wir uns dafür zügig Hunde einzusetzen, für den Fall, dass er hängen geblieben war. Als Geruchsartikel würde Oscars Decke im Auto der Besitzerin dienen.

Wir trafen uns direkt am Auto der Besitzerin, die mittlerweile seit fast 24 Stunden dort vor Ort war. Nach kurzer Taktikbesprechung setze Anette Mona am Sichtungspunkt an. Sie nahm direkt die Spur auf und zog in die Richtung, in die Oscar laut Augenzeugen gelaufen war. Eine Zeitlang lief sie sehr deutlich in Richtung Feld, zog dann in Richtung eines Gestrüpps, durch das sie sich hindurcharbeitete. Hier war voller Körpereinsatz von Uschi und Anette gefragt, was nicht ohne kleine Blessuren abging. Nachdem sich Mona aus dem Gestrüpp wieder heraus gearbeitet hatte, wurde aus der Suche herausgenommen. Der Plan war, Moritz kurz vor dem Gestrüpp anzusetzen.

Anna Lena hatte in dieser Zeit eine Einsatzkarte erstellt, wartete mit der Besitzerin auf Anettes und Uschis Rückkehr, um den per GPS getrackten Trail in die Karte zu übernehmen, als eine Anwohnerin rief, dass sie den Hund gerade gesehen hätte. Er war aus der Richtung, in die Mona gelaufen war aus dem Feld gerannt und bog ins Wohngebiet ein. Mit dem Hinweis ganz ruhig zu bleiben, den Hund nicht laut zu rufen und auf ihn zu zu rennen ging Anna Lena mit der Besitzerin in die ausgewiesene Richtung und sie kreisten den Wohnblock von zwei Seiten ein. Glücklicherweise hatte Oscar die Leine noch am Halsband und verfing sich unter einem Autoreifen, sodass die Besitzerin ihn sichern und überglücklich wieder in die Arme schließen konnte.

Er war augenscheinlich unverletzt, wirkte lediglich etwas verängstigt und hatte natürlich Hunger und Durst. Wir gehen davon aus, dass er zwischendurch mit der Schleppleine hing, sich aber wieder befreien konnte. Mona hatte ihn wahrscheinlich aufgescheucht.

Ein schönes Muttertags Geschenk für eine glückliche und sehr engagierte Hundemutter, die wirklich alles getan hatte um Oscar zu finden.