Hoffnung für HOPE

von 16. November 2017News

Am 06. November 2017 wurde Hope, eine schüchterne 4-jährige Windhund-Mix-Hündin, als entlaufen gemeldet. Da sie mit Geschirr und Flexi-Leine entlaufen war, war die Chance hoch, dass sie mit der Leine im Wald festhing. Durch die kalten Temperaturen wurden weitere Maßnahmen erst einmal hintenangestellt.

Was war geschehen? Hope war zu Besuch bei einer Freundin der Besitzerin, erschrak beim Verlassen des Hauses und lief die Straße hoch zum Waldeingang. Danach wurde sie nicht mehr gesichtet und niemand konnte eine Richtung vorgeben. Sämtliche Suchaktionen über den Tag verliefen erfolglos und auch keine der bereits informierten Stellen hatte Hope gesehen.

Die Besitzerin meldete sich auf Anraten einer Freundin des TS Pitbull Stafford & Co Rhein-Main umgehend bei K-9, wurde ausgiebig beraten und bekam eine Anleitung zur Sicherung der nötigen Geruchsartikel. Direkt am nächsten Morgen starteten 3 Teams an der Haustür der Freundin.

Das erste Team führte uns von Feld zu Wald, steil bergauf. Es wurden anliegende Kleingärten überprüft, der Trail ging dann jedoch weiter in den Wald hinein. Nach etwa 30 Minuten entstand durch diesen Track auf unserer Karte ein deutlich markiertes Gebiet, was uns zu dem Entschluss brachte, nun den zweiten Suchhund anzusetzen.

Das zweite Team startete zuerst in dieselbe Richtung wie der erste Suchhund, drehte dann jedoch ab und lief entgegengesetzt. Auch hier wurde ein Gebiet eingekreist, was schlussendlich ein sehr deutliches Bild auf der Karte ergab.

Dann startete der dritte Suchhund und wieder waren wir in demselben Gebiet. Da wir auch alle Sträucher absuchten und querfeldein unterwegs waren, war davon auszugehen, dass Hope nicht an einem Baum festhing, sondern trotz Flexi-Leine weiterhin lief. Zum Glück jedoch nur im nahen Umkreis. Sie hatte sich niemals weit vom Haus der Freundin entfernt.

Wir beschlossen, diesen Einsatz abzuschließen, da wir Hope sonst weitertreiben würden. Es war gut zu wissen, dass sie in der Nähe war.

Die Besitzerin wurde anschließend zu weiteren Maßnahmen beraten. Auch ihre Freundin des Tierschutz-Vereins half fleißig mit, besorgte eine Wärmebildkamera und suchte unaufhörlich das eingegrenzte Gebiet ab. Da nun klar war, wo der Hund sich in etwa aufhielt, rieten wir zum Einrichten einer Schlafstelle mit Futterplatz, Einsatz einer Wildkamera und tägliche Überprüfung dieser Stelle.

Leider kam darauf eine Meldung herein, ein dunkler Hund hätte einen Mann auf dem 3km entfernten Friedhof in den Rücken gebissen. Dieser Mann war der Meinung es sei Hope gewesen. Die Besitzerin traute ihrer Hope so etwas nicht zu, bat jedoch um eine Sichtungsüberprüfung um sicherzugehen, dass es nicht Hope war, die nun bissig durch den Ort lief. Also organisierten wir für den nächsten Tag, am 08.11.2017, einen weiteren Einsatz mit zwei Suchteams zur Überprüfung eines Geruchs am Friedhof. Negativ. Alle waren erleichtert.

Am 09.11.2017 kam dann die frohe Botschaft! Hope nahm die Futterstelle an, und blieb offensichtlich gemäß den Wildkamerabildern ab 7.14 Uhr morgens auf ihrem Deckchen im Wald liegen. Eine Frau ging morgens mit ihrem Hund spazieren und ihr Hund schlug an. Sie entdeckte Hope auf ihrem Deckchen und rief ihren Mann an, der sofort kam, Hope anleinte und mitnahm.

Von Anfang an gab es Hoffnung für Hope – und besonders freute uns eine Nachricht der Besitzerin an Weihnachten, die uns schrieb, dass sie ohne uns diese Weihnachten mit Hope nicht hätte verbringen können.